ZEIT MAGAZIN

Sommertagebücher

NATALIA WÖRNER: Die Kindernothilfe ruft mich zu Hause an, während ich Risotto koche. Sie fragen mich, ob ich mit in das Katastrophengebiet nach Burma fahre, ich arbeite seit drei Jahren mit ihnen zusammen. Ich stelle den Herd ab. In der Flutregion entstehen sechs Traumazentren für Kinder. Ich spüre sofort, dass diese Reise auch eine Reise in meine eigene Geschichte wird. Vordreieinhalb Jahren, am Tag des Tsunamis, war ich in Khao-Lak, Thailand. Ich habe seither eine große Scheu, wieder in die Region zu fahren.  

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